Seit über 60 Jahren begeistern die Schlieremer Chind mehrere Hundertausend Kinder mit ihren Mundart-Liedern und Geschichten. Natürlich spielen im Projekt die Schlieremer Chind auch Erwachsene eine Rolle. Im Schweinwerferlicht stehen aber immer nur die Kinder. Und dies macht denn auch den wichtigsten Teil des einzigartigen Charmes des wohl bekanntesten Schweizer Kinderchores aus. Es sind immer Kinder, die da singen, erzählen und auch die Plattenhüllen gestalten. 1957 entstand unter der Leitung von Werner von Aesch (Cabaret Rotstift) und der Mithilfe von Hans Jecklin (Generalvertreter der Columbia-Schallplatten) der erste Tonträger der Schlieremer Chind. In den darauffolgenden Jahren verkauften die Schlieremer Chind mehrere Hunderttausend Platten mit Weihnachts-, Kinder-, Mundart- und Lumpeliedern, mit Märchen und fantastischen Geschichten. 1985 fand dann der Generationswechsel statt: Werner von Aesch übergab die Schlieremer Chind seinem Sohn Martin. Dieser änderte in der Folge die Grundidee nicht. Immer noch stand das Ganze unter dem Motto «Kinder singen für Kinder». Und doch sind die Unterschiede der «alten» und «neuen Schlieremer Chind» spür- und vor allem hörbar. 1988 erschien die erste Produktion unter der Leitung von Martin von Aesch. In Zusammenarbeit mit Urs Blöchlinger hat er die Grundsätze des Chores in einigen Punkten  verändert. Aus den «Liedli» sind Songs geworden, die sich auch an modernen Musikstilrichtungen anlehnen, und aus den "Gschichtli" kleine Musicals. Die Geschichten, die da erzählt werden, sind zeitgemässer geworden und auch die Songs entsprechen eher den Klängen und Rhythmen der heutigen Tage. So sind denn auf den neueren  Produktionen wie «s Gspängscht under em Bett», «Tra tra trallalla», «de Tarzan cha nöd singe», «Sunne, Mond & Stärne» oder «Aazelle, Bölle schelle» Kompositionen zu hören, die keine Berührungsängste mehr kennen. Rock, Pop, Jazz, Blues und Funk sind genauso vertreten wie die modernsten Strömungen. Dies bedeudet, dass die neueren Produktionen der Schlieremer Chind mehr und mehr auch von den Eltern gerne gehört werden, weil Inhalte und Formen, die die Kinder ernst nehmen, auch Erwachsene etwas angehen. Dieses ältere Publikum, wie auch die Kritik, staunte immer wieder – dies kann man den Kommentaren zur letzten Produktion («Aazelle, Bölle schelle») entnehmen, wozu die Kinder auf der Bühne, aber auch die, die an den CD- oder Kassettengeräten sitzen und mitsingen, in der Lage sind, wenn Produkte auf ihre Anliegen und auf ihr Können zugeschnitten worden sind. Ein weiterer Grund für die Popularität ist in den kindgerechten Themen zu suchen. Angst vor dem Einschlafen (s Gspängscht underem Bett), das Rollenverhalten (Tra tra trallalla) oder der Umgang mit den eigenen Träumen (Sunne, Mond und Stärne), dies alles sind Inhalte, die den Kindern etwas bedeuten.
Tatsache ist deshalb, dass die meisten Kinder, die in der Deutschschweiz aufgewachsen sind, sich in irgend einer Form mit einem der «Werke» der Schlieremer Chind auseinandergesetzt haben.
1995 übernahm die all star production d Schlieremer Chind von EMI Records und begann im 1995 mit der ersten Produktion auf dem all star label (Produzent Beat Starkermann, Inhaber von all star production, Brunnadern SG).

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